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AKTUELL

<< Der Film läuft zurzeit im Kino. >>

Spieldaten unter: aardvarkfilm.com

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Synopsis

EUROPA ist kein Ort, sondern eine Idee.

EUROPA ist eine Frau.

Eine Griechin.

Ihre wirtschaftlichen Erfolge und historischen Verfehlungen haben zu ihrem moralischen Burnout geführt.

Auf der Suche nach ihrer Identität reist sie als fiktive Person durch ihren eigenen Kontinent und wendet sich in ihrer Not an Gott. Doch der Alte antwortet nicht. Die Antworten liegen in den Fragen selbst, und Gott manifestiert sich im Erlebten.

Ein filmischer Essay - auf blasphemische Weise gottesfürchtig. 

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INTENTION


Über Europa und unsere westlichen Werte wird heutzutage pausenlos debattiert. Politiker und Journalisten können das. Mein Handwerk ist die Fiktion, und ich versuche mit einem künstlerisch-subjektiven Ansatz etwas zu diesem Diskurs beizutragen. Ich halte es für angebracht, dass sich auch die Kunst daran beteiligt, denn sie kann dies mit eigenwilligem Blick tun.

Der Komplexität eines ganzen Kontinents gerecht zu werden, ist selbstverständlich in höchstem Mass vermessen. Dies kann nur in Annäherungen gelingen, wofür sich eine essayistische Form geradezu aufdrängt.

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FORM

Ein Essay erlaubt (und braucht unbedingt) eine unkonventionelle Handschrift. Mir schwebte ein Film in Form von Lyrik vor, und wir haben metaphorische, oft abstrahierte Bilder und Töne gesucht, welche sich mit der inneren Befindlichkeit des heutigen Europas assoziieren lassen.

<Gottlos Abendland> geht nicht von einer vorgefassten Idee aus, in deren Dienst sich der Film zu stellen hat, sondern der Film entwickelt sich aus sich selbst heraus: In Bildern, Tönen, Worten und Musik. Im Wechselspiel von Text und Bild will er sein Publikum zu eigenen Assoziationen anregen. 

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Europas Beziehung zu Gott

Das Wesen einer Kultur zeigt sich am deutlichsten in ihrer Gottesvorstellung. Diese Vorstellung scheint mir auch für die europäische Gesellschaft signifikant, denn durch die Trennung von Religion und Staat ist sie geprägt von steter Ambivalenz und einem moralischen Schwebezustand. Andererseits gründet gerade auf dieser Trennung die europäische Erfolgsgeschichte: Die Wissenschaft konnte ungehindert aufblühen, die Technik, die Wirtschaft, die Kultur.

Als moralische Instanz gilt nicht das Göttliche, sondern die menschliche Vernunft. Dadurch ist Europa selbstbestimmt - aber auch ziemlich gottlos. Wer selbstbestimmt ist, darf und muss sich seine eigenen Werte schaffen.

Ist Europa nun gut oder schlecht? Das Gegenteil ist immer genauso wahr.

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Gebete

Jedes Gebet entzieht sich der Welt der Dinge. Es ist ein Eingeständnis unserer eigenen Ohnmacht und das Eingeständnis einer grösseren Wahrheit. Im Diesseits gefangen und trunken vom Glauben an seine Vernunft und deren Triumphe wird dem Menschen im Gebet wieder sein Platz zugewiesen. - Immerhin.

Im Dunst von Werteverlust und Endzeitszenarien über Klimawandel, Verteilungskämpfe um Ressourcen usw. werden wir das Beten vielleicht wieder lernen müssen. Beschwörungen, eine Besänftigung des Herzens oder Dankbarkeit für das Schicksal hat es seit jeher gegeben und wird es auch weiterhin geben. - Es braucht ja nicht frömmlerisch zu sein:

<< Frieden? - Ja klar, aber unter meiner Herrschaft. >>

<< Ich bin ein Angsthase geworden und habe Schiss vor ein paar Schlauchbooten. Bitte, bitte, lieber Gott, sei so gut und nimm mir meine Angst vor Schlauchbooten! >>

<< Ich bin reich. So reich, dass ich mir sogar ein Gewissen leisten kann. >>

<< Ich mag Götter, die wissen, wann sie die Klappe halten sollen. >>

<< Könnte es gar sein, dass ausgerechnet ich es bin, die in Zukunft als die wahre Barbarin dasteht? >>

<< Den Reichen geht's überall gut. Den Armen nur bei mir. Darauf bin ich stolz. >>

<< Du bist ein Setzkastengott geworden. >>

<< Demokratie ist mehr als bloss die Diktatur der Dummheit. Ich habe meine europäischen Werte! Ich bin bei den Guten. >>

<< Warum geht die Sonne unter und zwingt uns in fremde Betten? Zumindest für den Vollmond könntest du dich schon mal entschuldigen. >>

<< Flieg, Europa, flieg! >>

<< Ich taste mich nach Süden vor und bitte die Welt um Asyl. >>

<< Aber jetzt, bin ich bald so weit, dass ich mit Frieden umgehen kann. >>

<< Unser Vater im Himmel, vergib mir meine Schulden... - Nein, vergib sie mir nicht. Lass mich sie endlich begleichen! >>

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Crew/Cast

Felix Tissi _ Buch, Regie, Montage

Pierre Reischer _ Kamera, Color Grading

Pedro Haldemann _ Ton, Sound Design

Joana Aderi _ Musik

Natalí Gutíerrez García _ Europa

Res Balzli, Fahrer & Balzli Film Sàrl _ Produktion

Koproduzenten _ SRF (Urs Augstburger)

_ SRG SSR (Sven Wälti)

_ ARTE - La Lucarne (Sabine Lange)

Technische Angaben

CH 2019

71 Minuten, 16:9, Color, 5.1

Originalversion_ deutsch

Untertitel _ französisch, englisch

Synchronfassung (Arte) _ französisch

gedreht 2017/18 in:

Schweiz _ Bern, Biel, Burgdorf

Deutschland _ Berlin, Hambach

Italien _ Napoli

Frankreich _ Lourdes, Marseille

Spanien _ Canfranc, Valencia, Benidorm, Villajoyosa, Callosa d'en Sarrià

Ukraine _ Kiew, Prypjat

England _ London

Griechenland _ Athen

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PRESSE

BZ_Artikel vom 26.09.2019:

DER_BUND_Artikel vom 25.09.2019:

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Produktion

Fahrer & Balzli Film Sàrl

+41 31 332 94 38

balzli-fahrer@gmx.net

www.balzli-fahrer.ch

Regie

Felix Tissi

+41 31 331 27 02

felix.tissi@bluewin.ch

www.felixtissi.ch

Verleih Schweiz

Aardvark Film Emporium

Paul-Robertweg 11

2502 Biel/Bienne

Kontakt: Mark Pasquesi

+41 76 468 89 17

film@aardvarkfilm.com 

www.aardvarkfilm.com 

GRAFIK/WEB-DESIGN

Natalí Gutíerrez García

instagram: @frenesi_nocturno

frenesinocturno@hotmail.com